Welcome

Nunner Logistics fühlt sich der Perfektion vepflichtet

„Nobody goes further“ – mit diesem Leitspruch tritt Nunner Logistics für Kunden aus aller Herren Länder mit umfassenden Supply Chain Services in Aktion. In den letzten Jahren wurde das Netzwerk der eigenen „Warehousing Operations“ in Europa verdichtet und ein leistungsfähiger Bahnservice von und nach China eingerichtet.

WIEN. Er muss das mögen. Ansonsten könnte Erwin Cootjans dieses Reisepensum schwer bewältigen. Rund 70 Prozent seiner Zeit verbringt der CEO der Spedition Nunner Logistics im Ausland. Erst unlängst machte er für ein paar Tage geschäftlich Station in New York. In der Kalenderwoche 42 standen Dienstreisen nach Finnland und Polen auf dem Programm. Am 26. Oktober verweilte er in Antwerpen. Und so geht das in einer Tour weiter, wobei die „Business Trips“ zweierlei Zwecke erfüllen. Ein Motiv liegt im Bestreben nach einer stetigen Stärkung der Netzwerkstruktur mittels der Vertiefung der Zusammenarbeit mit Partnerspeditionen, der Verdichtung des Spektrums der eigenen Landesgesellschaften oder der Eröffnung von zusätzlichen Standorten. Das ist ein kontinuierlicher Prozess.

In erster Linie dienen die zahlreichen Reisen aber der Erforschung und Auslotung der Kundenbedürfnisse. Nunner Logistics erhebt den Anspruch, einen kontinuierlichen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Auftraggeber zu leisten. Grundvoraussetzung dafür ist die ständige Hinterfragung der logistischen Prozessabläufe. Das tun die dafür zuständigen Damen und Herren in den meisten Fällen an den tatsächlichen Orten des Geschehens. Hier erhalten sie den besten Eindruck über den Status quo und können gemeinsam mit den Logistik verantwortlichen aus der verladenden Wirtschaft oder von den bereits erwähnten Partnerspeditionen Verbesserungsvorschläge ausarbeiten und umsetzen. Außerdem versteht sich Nunner Logistics BV als „opportunity driven company“, wie Erwin Cootjans zu sagen pflegt. Das damit angesprochene Geschäftsmodell ist geprägt von der ständigen Suche nach Marktsegmenten mit dem Bedarf an qualitativ hochwertigen Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Landverkehr mit Straßen- und Bahntransporten und Warehousing. Man beherrscht aber auch die Organisation und Abwicklung von weltweiten Luft- und Seefrachtverkehren und besetzt hier zum Beispiel bei den Short Sea Services von Rotterdam Richtung St. Petersburg eine starke Position. Unterlegt ist das alles mit einem hohen Grad der Digitalisierung. Durch die enge Vernetzung mit den Kunden und Lieferanten entsteht eine konstante Transparenz entlang der gesamten Supply Chain. Das schätzen vor allem die Logistikmanager der internationalen Konzerne. Chancen zu erkennen, ist eine Sache – ihre konsequente Umsetzung eine andere. Wie die laut eigenen Angaben weltweit tätige Firma Nunner Logistics dabei vorgeht, dokumentiert die Entwicklung der Tochtergesellschaften in Polen und Rumänien. In beiden Ländern gibt es einen großen Binnenmarkt und eine steigende Kaufkraft. Das ruft viele internationale Konzerne auf den Plan, die sich hier auch den Umstand der im Vergleich zu Westeuropa noch zu verhältnismäßig günstigen Konditionen verfügbaren gut ausgebildeten Fachkräfte zum Vorteil machen. Sie nutzen das sowohl für die Etablierung von firmeneigenen Vertriebsniederlassungen als auch von modernen Produktionsstätten und benötigen die Unterstützung durch leistungsfähige Logistikdienstleister.

Aus dieser Grundkonstellation heraus hat das Team unter der Leitung von Erwin Cootjans in den letzten Jahren leistungsfähige Landesgesellschaften in Zentral-, Ost- sowie Südosteuropa geschaffen. In Polen markierte die Eröffnung eines Logistikstandortes im schlesischen Sosnowiec den Anfang für eine bemerkenswerte Expansion. Es folgten die Übernahme einer lokalen Spedition in Wroclaw und die Etablierung einer „Warehousing Operation“ für ein „Fortune 500“-Unternehmen in Mirkov, die kürzlich eine Erweiterung erfahren hat. „Demnächst integrieren wir ein Lager mit 20.000 mÇ Hallenfläche in Warschau in unser Netz“, räumt Erwin Cootjans im Gespräch mit der ZeitschriftL ogEASTics ein. Den derzeitigen Personalstand in Polen beziffert er mit über 80 Beschäftigten. Auf dem rumänischen Markt tritt Nunner Logistics noch mit zwei Unternehmen auf, deren Verschmelzung bis zum Jahresende einen Abschluss finden soll. Die vor zwei Jahren käuflich erworbene Spedition Lackner & Schwarz trägt bereits den Namen der Muttergesellschaft. Die Akquisition der Firma GTI Logistics, einem Spezialisten für Lagerlogistik und Distribution mit eigenen Standorten in Bukarest, Cluj, Temesvar und Bacau, datiert aus Anfang 2017.

Damit habe man sich den letzten Betreiber eines unabhängigen Inlandsnetzwerkes gesichert, betont Erwin Cootjans, der mittelfristig auch gerne die „weißen Flecken“ in Ungarn und Italien beseitigen möchte – sei es durch weitere Zukäufe oder Neugründungen. Detail am Rande: In Venlo in den Niederlanden wird die derzeit bewirtschaftete Lagerfläche zum Jahresende auf 80.000 mÇ verdoppelt und in 2018 nochmals um 35.000 mÇ erweitert. Nunner Logistics tritt vom Selbstverständnis als Komplettanbieter für Transportlogistik und Warehousing für Kunden aus den Schwerpunktbranchen Hi-Tech & Electronics, Healthcare, Pharmaceuticals, Chemicals, Agribusiness, Automotive sowie Paper & Packaging auf. Dazu kommt eine starke Verankerung im Segment der Baumaterialien, was dem Unternehmen in 2016 gemäß eigenen Angaben den Status als größter konventioneller Bahnversender von Europa nach Kasachstan eingetragen hat. Davon abgesehen wurde zur besseren Abdeckung der Zielgebiete in Russland und in der GUS Anfang Oktober ein moderner Standort mit einer 2.500 mÇ großen Cross Docking-Anlage und einem Warehouse mit 14.000 mÇ Fläche in Vilnius (Litauen) eröffnet. Stark an Bedeutung gewonnen haben in den letzten zwei Jahren die Bahnverkehre zwischen Europa und China, „wo wir in Zusammenarbeit mit der Rail Cargo Group zahlreiche Verbindungen von und nach Hamburg, Duisburg und Wien offerieren“, wie Erwin Cootjans berichtet.

Erwin Cootjans reist für sein Unternehmen kreuz und quer durch die Welt.

Die damit zum Ausdruck gebrachte Verbundenheit zum Verkehrsträger Schiene ist ein integraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens, die neben dem Einsatz von modernen Lkw und der Schulung der „Trucker“ im Hinblick auf einen umweltbewussten Fahrstil auch den guten und fairen Umgang sowohl mit den Gesprächspartnern der Kunden als auch mit den eigenen Mitarbeitenden einschließt. Die rund 10 Mitarbeitenden der 2016 reaktivierten Niederlassung in Leibnitz erwirtschaften mit der Organisation von europaweiten FTL/LTL-Verkehren rund 10 Mio. Euro Jahresumsatz,  der Gruppenumsatz erreichte in 2017 die Marke von 100 Mio. Euro, Tendenz steigend!
JOACHIM HORVATH